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Herausgeber: Ana Wiki Games
Entwickler: Ana Wiki Games Wenn Du Avalon Legends Solitaire auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang Autor: J.L.
Datum: 26.09.2011 Spielidee: 3 , Steuerung: 1, Grafik: 2 , Musik: 1, Wiederspielbarkeit: 1 , Suchtfaktor: 3- In Avalon, dem Land der Magie, wird Dir anheim gestellt, die verlorenen Karten der Druiden zu suchen - ein Kartenset von großer friedvoller Macht. Gelingt es Dir, mindestens 5 Karten nacheinander zu spielen, ohne neue Karten vom Talon (Stapel mit verdeckten Karten) zu nehmen, erzielst Du eine Combo, für die es Extrapunkte gibt. Je länger die Combo, desto höher ist die Punktzahl. Für ein "perfektes Ende" (also das Abräumen aller Karten) gibt es ebenfalls Punkte. Allerdings verlierst Du nicht, wenn Du das Spiel nicht auflösen kannst, Du bekommst lediglich weniger Punkte. Bleiben noch 3 oder weniger Karten übrig, erhältst Du bereits Bonuspunkte. Für beseitigte Kartenreihen wirst Du mit Münzen bezahlt, womit Du Dir im Zauberladen nützliche Dauer-Boni kaufen kannst, z.B. einen Punktebonus, das Anzeigen spielbarer Karten oder das Wissen um die Zahl der im Talon enthaltenen Karten. Diese Boni sind hilfreich, wenn Schikanen ins Spiel kommen, wie eingeforene oder versteinerte Karten, die erst freigespielt werden müssen. Du kannst jederzeit zwischen freiem und Storymodus wechseln, wobei Du alle Errungenschaften behältst: Joker und gekaufte Boni bleiben erhalten. Alle Pracht und Herrlichkeit hat Ana Wiki offenbar in die Farben gesteckt. Die Zeichnungen sind gut, überraschend gut sogar: Da sind künstlerische Fertigkeit und Neigung zu erkennen. Es gibt einige niedliche Einfälle, wie etwa die Hasenpfote, die Dir "das Glück bringt, das der Hase nicht hatte" oder die reaktionsfähige Eule im Hauptmenü. Selbstverständlich bewegen wir uns hart an der Kitschgrenze - aber was soll's, das Spiel trägt den Titel Avalon Legends. Kitsch muss hier nicht, er darf jedoch sein. Problematisch wird die Freude an der Farbe, wenn sie das Spiel beeinträchtigt. Wir befassen uns mit einem Spiel, das aus gutem Grund auf grünem Filz oder einfarbigen Tischdecken zu Hause ist. - Da geht es um Konzentration auf das Wesentliche, auf die Karten und auf mögliche Spielzüge. So gelungen Zeichnungen und Menüs auch sind, weniger wäre hier mehr gewesen. Bedauerlicherweise wurde nicht mit derselben Sorgfalt am Spielaufbau gearbeitet. Abwechslung bieten einzig und allein die veränderliche Anordnung der zu entfernenden Karten sowie die Schikanen. Der sonstige Ablauf bleibt stets gleich: 10 Runden mit bestimmten Zielen, dann die nächsten 10 Runden, um Ziele zu erfüllen - und das alles in immer derselben Spielweise: Du hast eine Vorgabekarte, auf der alle Karten zu platzieren sind. Auch der freie Modus bietet lediglich diese Spielvariante, allerdings ohne Runden. Leute, das ist dröge. Dabei ist Ana Wiki nicht unerfahren: Unter anderem wurde dort ein Fußball-Kartensolitaire entwickelt. Nette Anklänge an das ebenfalls von ihnen geschmiedete "Die Runen von Avalon" zeigen, dass die Metallfacharbeiter wissen, worauf sie stolz sein können. Verwunderlich ist also, dass sie es diesmal nicht besser gemacht haben, zumal durchaus abwechslungsreiche Solitaire-Varianten zu haben sind, wie etwa das gut durchdachte "Königssolitaire" von Puzzle Lab. Es ist in Ordnung, die xte Version eines Kartensolitaires auf den Markt zu bringen. Warum nicht, wenn es ein Publikum dafür gibt. Jedoch stellt sich die Frage, wie lange das geschätzte Publikum bereit ist, Geld für einfallslose Variationen auszugeben, deren Unterschiede lediglich in Optik und Klang zu finden sind. Fazit: |
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