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Die zauberhafte Bar
(Potion Bar)


tassentassentassen
Herausgeber: Playrix
Entwickler: Shiny Tales

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Autor: Claudia K.

Job-Beschreibungen lese ich von jetzt ab wirklich sorgfältiger. DAS denkt sich wahrscheinlich auch die Heldin in „Der Zaubertrank“. Denn eigentlich war sie in der kleinen Bar zu einem Interview verabredet, aber bevor sie sich versieht, steht sie hinter der Bar und muss skurrilen Gestalten Zaubertränke servieren. Ihr bleibt auch keine andere Chance, der Barkeeper ist abgehauen und die Zauberbar kann nicht geschlossen bleiben. Also mixt sie, was das Zeug hält.

Kunden betreten den Laden und zeigen dir an, welchen Trank mit welchen Inhalten und welcher Dekoration sie wollen. Du nimmst eine leere Flasche, füllst sie mit dem entsprechenden Trank, setzt die Dekoration an und stellst sie auf den Herd. Nach kurzer Zeit springt der Korken der Flasche heraus und du kannst eine Zutat hinzugeben. Warte bis der Korken wieder abspringt und dann kannst du servieren oder weitere Zutaten hinzufügen.

Der Kunde trinkt den Trank gleich am Tresen, ist er fertig, hinterlässt er dir die Bezahlung. Bei manchem Kunden kannst du noch ein kleines Extra verdienen, denn sie brauchen noch Knoblauch (witziger Weise braucht der Vampir den besonders oft), Schlüssel, Hufeisen oder sonstige Hilfsmittel). Über dem Kopf siehst du einen Smilie – wechselt dieser die Farbe, verliert der Kunde die Geduld. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Geduld des Kunden in irgendeiner Weise positiv zu beeinflussen. Wird er richtig sauer, verschwindet das Smilie über dem Kopf und der Kunde aus dem Laden.

Du hast ein tägliches Ziel an Münzen zu erfüllen und zwar in den vorgegebenen Öffnungzeiten. Allerdings sind diese Ziele von Anfang bis Ende derartig niedrig angesetzt, dass ich jedes Level „über Erwartung“ abgeschlossen habe und solche Klickmanagement sind sonst nicht gerade meine Stärke.

Insgesamt spielst du an 5 Orten jeweils 8 Level, die eine Woche repräsentieren sollen, was mir immer noch nicht wirklich in den Kopf geht. Mittwochs wirst du nach Geschäftsschluss jeweils noch einen neuen Trank brauen müssen. Dazu musst du in einer Szene ohne Zeitlimit Gegenstände suchen, die bei Klick automatisch im Kessel landen. Auch ein sich schnell wieder aufladender Tipp steht dir zur Verfügung. Nach dem letzten Abend der Woche heißt es: Auf in eine andere Stadt. Dafür musst du eine Tür zusammensetzen. Die Dekorationen liegen verstreut neben der Tür. Durch einen Klick kannst du sie aufnehmen und dann an der richtigen Stelle der Tür wieder absetzen.

Ab und an kommt ein Händler vorbei, der dir neue Dekorationen, zusätzliche Herdplatten, Zutaten, Flaschen oder Sonderartikel verkauft. Du bekommst pro Besuch nur eine dieser Aufwertungen und bezahlst mit dem in der Bar eingenommen Münzen. Pro Kapitel wirst du auch immer mehr in die Geschichte involviert, erfährst was passiert ist und wichtiger noch: Was passiert, wenn du nicht erfolgreich bist.

Die Grafiken sind hübsch und die Musik passt. Es ist ein hübsches, kleines Klickmanagement-Spiel, sozusagen für den Hunger zwischendurch und hat seine Schwächen. Es gibt keine wirklichen Verbesserungen, die Kunden sind immer die Gleichen, du tust immer das Gleiche. Am Stück spielen ist nicht zu empfehlen, dafür ist es zu eintönig, hat zu wenig Abwechslung. Es gibt keine Möglichkeit, die Geduld des Kunden zu beeinflussen, Verbesserungen vorzunehmen. Einzig eine Flasche, die einen Trank sofort zubereitet, wird dir im Laufe des Levels gegeben.

Und auch die Geschichte, die durchaus nicht uninteressant ist, wird zwischendurch etwas verworren. Allerdings gehört sie ansonsten zu den starken Seiten des Spieles. Du erfährst immer gerade so viel, dass du unbedingt wissen willst wie es weiter geht.

 

Wer Zeitmanagement gemütlich mag und auch sonst keine großen Ansprüche stellen möchte, der wird hier ein nettes, kleines Spiel finden, dass durchaus Spaß macht. Zumindest, wenn man nicht versucht, es am Stück zu spielen. Die Länge ist durchschnittlich und durch die Story hat es auch ein wenig Pepp. Nicht verkehrt, wenn man ab und an einfach ein bisschen spielen möchte.

 

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