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Scarytales: Lang lebe König Zulfo


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Herausgeber: Urchin Games
Entwickler: Urchin Games

Download: BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 19.12.2013

Langweiliges, zu kurz geratenes Wimmelbild-Abenteuer
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König Murad Mustana, unser Vater, ist verschwunden, nachdem er in den finsteren Wald geritten ist, um eine geheime Aufgabe zu erledigen. Dennoch zeigt unser Bruder Prinz Zulfo keinerlei Interesse daran, ihn suchen zu lassen. Nein, im Gegenteil, er will sich nun selbst zum neuen König krönen und die Zeremonie steht kurz bevor. Ein loyaler Diener unseres Vaters, der Zwerg Reko, bittet uns per Brief darum, so schnell wie möglich zurück zu kommen und die ungeheuerlichen Vorkommnisse im Königreich zu untersuchen. Er selbst erwartet uns bereits vor dem Schlosstor und treibt uns zur Eile an, bevor der Bogenschütze, der unseren Kutscher hinterrücks erschossen hat, eine zweite Gelegenheit zum Töten erhält. Ist der König noch am Leben? Warum benimmt sich unser Bruder so rücksichtslos? Und wer will uns töten?

Trotz kräftiger, klarer Farben ist der gesamten Optik eine gewisse Dunkelheit beigemischt. Verspielte Details, die bei anderen Phantasiegeschichten gerne ausgiebig  in Szene gesetzt werden, fehlen. Die musikalische Untermalung hält sich sehr in Grenzen, genauso wie die Nebengeräusche. Nur die Stimmen der Hauptdarsteller schallen klar und deutlich aus unseren Lautsprechern, zudem sind sie ganz passabel ausgesucht. Ein Journal oder eine Karte suchen wir hier vergebens. Lediglich die aktuellen Aufgaben werden uns immer wieder eingeblendet, leider dauert es sehr lange, bis sie auch wieder aus unserem Sichtfeld verschwinden. Die wenigen Zwischensequenzen können entweder komplett übersprungen werden oder gar nicht. Der Tipp zeigt keine Richtungspfeile an, sondern schickt uns eine Textnachricht an den oberen Bildschirmrand mit einer genauen Beschreibung der Stelle, wo als nächstes eine Aufgabe auf uns wartet.

Zur Wahl stehen uns zwei Schwierigkeitsgrade. Im normalen Modus lädt der Tipp schnell, aktive Bereiche glitzern und Gegenstände sind leicht auszumachen. Im schweren Modus ist es genau andersrum, wir haben einen langsamen Hinweisgeber, kein Glitzern und Objekte sind schwer aufzufinden. Wobei wir unabhängig von der Schwierigkeitsstufe keinen Unterschied beim ausfindig machen von Utensilien erkennen können. Zusätzlich können wir vor Spielbeginn noch wählen, ob wir eine kurze Einführung erhalten möchten. In der Beschreibung der Modi wurde auch vergessen zu erwähnen, dass es sowohl im leichten als auch im schweren Modus Klickstrafen bei den Wimmelbildern gibt. Eine Änderung des Schwierigkeitsgrades ist während des Spiels nicht mehr möglich. Der Punkt Optionen steht uns zudem nur dann zur Verfügung, wenn wir das Spiel verlassen und wieder zur Startseite zurückkehren.

Insgesamt spielen wir 15 Wimmelbilder, ein Drittel davon zweimal. Bei fast allen Wimmelbildern handelt es sich um Wortsuchlisten ohne Interaktionen. Eine Ausnahme bildet das Suchen von 12 gleichen Gegenständen, diese Variante kommt aber nur einmal im ganzen Spiel vor. Wenn wir alle Begriffe auf unserer Liste ausfindig gemacht haben, landen ein oder mehrere Objekte in unserem Inventar. Ein Bogen, dessen Besitzer wir von Anfang an sind, verweilt bis zum Ende bei uns, allerdings müssen wir immer wieder neue Pfeile dafür finden. Benutzen wir den Tipp in den Wimmelbildern, wird uns als Bild die Stelle angezeigt, an der sich der gesuchte Begriff versteckt. Leider sind viele Dinge Ton in Ton mit dem Hintergrund, so dass es uns vermutlich nicht immer gelingen wird, alle zu suchenden Gegenstände ohne Hilfe ausfindig zu machen. Achtung: Bei einem Wimmelbild ziemlich am Anfang sitzt ganz unerwartet eine riesige Spinne im Bild, die wir erst schrumpfen müssen.

Auch an Rätseln haben die Entwickler nicht gespart. Insgesamt haben sie 14 Stück aller gängigen Spielarten eingebaut. In der rechten unteren Ecke lädt während der Minispiele eine Sanduhr. Wenn die Sanduhr verschwunden ist und dafür das Gesicht des Zwergen Reko erscheint, ist ein Überspringen möglich. Doch nur ganz Ungeduldige werden diese Form der Hilfe benötigen, denn wir haben die Rätsel meist selbst schneller gelöst, als auf den Überspringen-Button zu warten. Wir drehen ein paar Scheiben, um einen Pfad zu erstellen, Verschieben Blöcke, um einen Griff freizulegen und bringen Glocken in der richtigen Reihenfolge zum Erklingen. Alle diese Minispiele sind auf einfachstem Niveau und deshalb keine Herausforderung.

Doch oh weh, nach ca. 1,5 – 2 Stunden ist Schluss! Nach einer kurzen Schlusssequenz, die genauso mau ist wie die ganze Geschichte an sich, ist das Spiel zu Ende und wir dürfen uns den Abspann zu Gemüte führen. Das Geschehen, das zwar schon anfangs eher einem alten Hut glich, als einem spannenden oder interessanten Phantasie-Spektakel gleicht, hätten die Entwickler nach diesem Finale besser gleich in die Tonne getreten, um uns dieses Ärgernis zu ersparen. Bei „Königs“ herrschte wohl vorher schon eine unterkühlte Stimmung und es gab zerrüttete Familienverhältnisse, warum sonst sprechen wir nie miteinander?

„Scarytales: Lang lebe König Zulfo“ hat so ziemlich alles, was ein langweiliges Spiel ausmacht. Eintönige Wimmelbilder, simple Rätsel und eine einfallslose Geschichte. Was Urchin Games bei „Karla Robbins: Im Netz der Täuschung“ schon nicht gelungen ist, wird hier konsequent weiter durchgezogen ohne irgendetwas dazu gelernt zu haben. Ferner kommt noch als i-Tüpfelchen die Spielzeit, die weit unter Durchschnitt liegt und nicht mal dann ihr Geld wert ist, wenn es sich um eine Sonderaktion handelt. Ich empfehle die Finger davon zu lassen und zwar für jeden Spielertyp.


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