![]() Club der Ermittlerinnen: Im blauen Mondlicht Wenn Du Club der Ermittlerinnen: Im blauen Mondlicht auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang Autor: Claudia K.
Datum: 2010 Da sind sie wieder, die Frauen, die gemeinsam Verbrechen lösen und Mörder fangen. Diesmal geht es um einen Mörder, der bei Polizei und Presse Rätsel hinterlässt, die zu den Leichen führen. Schnell stellt sich heraus, dass stets Verbrechen aus viktorianischer Zeit so genau wie möglich kopiert werden. Lindsay, Cindy, Jill und Claire führen ein Rennen gegen die Zeit und keiner der Verdächtigen scheint wirklich etwas mit den Morden zu tun zu haben. Werden sie den Fall trotzdem knacken? Es sei vorweg genommen: Ja, aber nicht auf Grund ihrer detektivischen Fähigkeiten. Ein Fall beginnt mit einem Rätsel. Der Mörder schickt Hinweise, wo ein Opfer zu finden ist. Anfänglich durch logisches kombinieren, später dann durch einfaches abzählen, findest du den Tatort, aber es ist zu spät, das Opfer ist bereits tot.
Wie bei allen Spielen dieser Serie spielst du ohne Zeitlimit und kannst somit in Ruhe die verschiedenen Szenen zusammen mit Lindsay nach vorwiegend sinnlosen Objekten absuchen, die mit dem Fall nichts zu tun haben. Einige Szenen behinhalten Puzzle, so musst du zum Beispiel in einer dunklen Szenen erst einmal eine kaputte Straßenlaterne reparieren, doch um das zu tun, wirst du erst einmal an sie heranreichen müssen. Wie immer sind die Grafiken in diesem Spiel sehr gut und die Objekte haben die korrekte proportionale Größe zu ihrer Umgebung. Ein Detail, sicher, aber ein gutes, dass von Qualität zeugt. Die Rätsel und Puzzle sind nicht all zu schwierig, haben aber auch kein Kindergarten - Niveau. Sie machen Spaß, wenn man von dem zweiten, exakt gleichen Laborpuzzle einmal absieht. Eigentlich schade, denn gerade das Labor hat viel Potential für ein gute und kniffelige Minispiele. Die Chance wurde verpasst. Die Geschichte wird zwischendurch im Comic Stil weitererzählt. Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen, siehst du jetzt alle Bilder sofort und kannst weiterklicken, wenn du zu Ende gelesen hast. Oder eben ganz wegklicken. Und während ich hier schreibe, fällt mir auf, wie wenig es eigentlich zu dem Spiel zu sagen gibt. Die insgesamt 9 Ermittlungsschritte hinterlassen nur wenig Eindruck, auch wenn die Geschichte ansich nicht offensichtlich ist und man zwar Vermutungen hat, wer der Täter ist, aber gleichzeitig immer wieder in die Irre geführt wird. Ebenso wie das Team. Das Wortspiel im Journalisten-Café wurde übernommen, aber ansonsten sind die Rätsel und Puzzle fast alle neu. Man hat sich zumindest einiges einfallen lassen, wenn auch nichts Besonderes. So spielst du einen Lügendetektortest und lässt dir ein (lächerliches) Profil erstellen. Viele Spiele basieren auf den zahlreichen schriftlichen Informationen, die du bekommst. Aussagen von Zeugen und Verdächtigen. Und so ist Club der Ermittlerinnen: Im blauen Mondlicht zwar nicht dialoglastig (du führst keine Gespräche, sondern bekommst gleich eine zusammengefasste Aussage), aber doch leseintensiv. Das Ende ist überraschend, hat aber nichts mit dem zu tun, was du mit den Damen des Clubs die ganze Zeit ermittelt hast. Club der Ermittlerinnen: Im blauen Mondlicht ist sicherlich kein schlechtes Spiel, aber es auch nichts Besonderes. Es ist ein Spiel unter vielen und der Hype, der oft um diese Serie gemacht wird, kommt aus der Tatsache, dass es sich um Bücher eines bekannten Schriftstellers und um die Kopie der dazugehörigen Fernsehserie handelt. Und obwohl es das abwechslungsreichste der drei Spiele ist, es sticht einfach nicht heraus. Du wirst es spielen, du wirst es mögen, du wirst es vergessen. Aber während des Spieles wirst du Spaß haben und das ist ja das Wichtigste. |
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